DER RAUMPLANER GEHT – DIE «WEISSEN ZONEN» KOMMEN!
Sie machten Schlagzeilen, sorgten für Unruhe – doch niemand wusste, was Sache war. Nun, da René Hutter, langjähriger Raumplaner des Kanton Zug, pensioniert ist und gestern im Beisein von rund 200 Gästen gebührend verabschiedet wurde, ist es Zeit, das Rätsel zu lüften.
Beim Experiment «Weisse Zonen» handelt es sich nämlich nicht, wie irrtümlich angenommen, um regelfreie und raumplanerisch abenteuerliche Sonderbaugebiete, sondern um behördenverbindlich verankerte Regionen im Raum Zugerberg / Ägerital / Sattel, die während der Wintermonate (November bis März) ausschliesslich für den Langlaufsport (Klassisch und Skating) zur Verfügung stehen. In den für diesen Zweck ausgeschiedenen Zonen wird der motorisierte Individualverkehr während besagter Zeitspanne entsprechend eingeschränkt bzw. gänzlich untersagt.
Da es sich um ein radikales und hochpolitisches Vorhaben handelt, sind Anpassungen am kantonalen Richtplan sowie am Planungs- und Baugesetz (PBG) notwendig. Ebenso wird es eine Vernehmlassung bei beschwerdeberechtigten Verkehrsverbänden geben.
Die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen durch den Kantonsrat und die Gemeinden ist in Vorbereitung und hat dank intensiver Kopf- und Schreibtischarbeit des hochkarätigen, ebenso kreativen wie mutigen Think Tanks «Held, Weiss, Märkli, Roth, Schweiger» beste Chancen auf eine Mehrheit. Auch die Stakeholder aus Gesundheit und Sport stehen dem innovativen Vorhaben positiv gegenüber. Motto: «Mit Zug immer eine Langlaufstocklänge voraus».
Sollte der für die Umsetzung des Projekts erforderliche Schneefall infolge fortschreitenden Klimawandels ausbleiben, ist der Einsatz von Schneekanonen vorgesehen, die aus Windenergie gespiesen werden. Die entsprechenden Turbinen sind auf der Krete Zuger/-Walchwilerberg geplant und werden insbesondere von Tourismuskreisen gutgeheissen, ja gar freudig erwartet. Selbiges gilt für die Sektion Zug der Organisation «Life Bird». Die Präparierung der Loipen soll dereinst Chefsache sein und dem Vorsteher der Baudirektion obliegen.
Weitere Informationen folgen, sobald die Temperaturen merklich gesunken und die Gedanken (wieder) frei für Wintersport sind.