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ARBEITSPLATZ DER ZUKUNFT

 

Wie verändert die digitale Technologie und Sharing Economy die Schweizer Arbeitswelt? Die Firma Deloitte hat es in ihrer Studie «Der Arbeitsplatz der Zukunft» ermittelt und ist zu bemerkenswerten Erkenntnissen gelangt.

 

von Sabine Windlin

 

Gemäss der Studie arbeiten 25 Prozent der Schweizer haupt- oder nebenberuflich als Freelancer. Ein Drittel der übrigen 75 Prozent möchte dies im nächsten Jahr ebenfalls tun. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Sharing Economy, die immer mehr Menschen dazu veranlasst, Dienstleistungen über Online-Plattformen anzubieten. Gleichzeitig werden wissensintensive Berufe und mobiles Arbeiten wichtiger. Viele Unternehmen haben diese Entwicklung erkannt und ermöglichen ihren Mitarbeitenden die Nutzung unterschiedlicher Arbeitsplätze – neben Home-Office auch Coworking. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie auf einen Blick:

 

Die Arbeitskräfte der Zukunft sind mobil und ortsungebunden.

 

Infolge der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors, der wissensintensiven Berufe und der Digitalisierung können immer mehr Menschen mobil und ortsungebunden arbeiten. Die Hälfte aller Schweizer Beschäftigten hätte das Potential, ihre Arbeit mobil zu verrichten.

 

Die Arbeitskräfte der Zukunft sind selbständig.

 

Freelancing liegt im Trend. Die Sharing Economy macht immer mehr Angestellte zu Mikrounternehmern. In der Schweiz gehen 25% aller Personen im erwerbsfähigen Alter projektbasierten, temporären und zusätzlichen Arbeiten nach. Von den restlichen 75% wird dies in den nächsten 12 Monaten jeder Dritte tun.

 

Das Home-Office ist auf dem Vormarsch.

 

Je mehr Arbeitskräfte mobil und selbständig sind, desto mehr verliert der fixe Arbeitsplatz an Bedeutung. Bereits heute arbeiten 28% aller Schweizer im erwerbstätigen Alter mindestens einen halben Tag pro Woche von zu Hause. Von den restlichen 72% würde ein Drittel dies in Zukunft auch gerne tun.

 

Coworking wird eine Ergänzung zum Home-Office.

 

Als weitere Alternative zum konventionellen Büro des Arbeitgebers sind neben dem Home-Office auch Coworking Spaces entstanden – Bürogemeinschaften, die Arbeitsplätze auf Stundenbasis anbieten. In der Schweiz gibt es heute rund 50 solcher Spaces. In den nächsten 24 Monaten wollen 42% ihr Angebot ausbauen. Viele weitere dürften neu dazukommen.

 

Schweizer Firmen setzen auf flexible Arbeitsplatzmodelle.

 

2015 haben sich 55 Schweizer Unternehmen mit der Unterzeichnung der Work Smart Initiative dazu verpflichtet, flexible Arbeitsplatzmodelle zu fördern. Viele von ihnen ermöglichen es ihren Mitarbeitern schon heute, von zu Hause aus oder in Coworking Spaces zu arbeiten.