Interviews

 

 

UNGELESEN

 

Roger Willemsen, Ruth Schweikert, Hanspeter Danuser, Ludwig Hasler, Emanuel Joseph und Sybille Berg über Bücher, die sie nie gelesen haben.

 

von Sabine Windlin

 

Ungelesen mit Roger Willemsen, Schriftsteller und Journalist. Willemsen leitet den Literaturclub auf SFDRS. Seine Interviews mit ehemaligen Guantanamo-Gefangenen sind soeben im Buch «Hier spricht Guantanamo», Verlag Zweitausendundeins, erschienen.

 

Welches ist Ihr ungelesenes Buch?
Krieg und Frieden von Leo Tolstoi.

 

Warum gerade dieses? Ich nehme an, das ist nicht Ihr einziges ungelesenes Buch.
Doch! Und ich muss klarstellen, dass ich keineswegs stolz darauf bin, es nicht gelesen zu haben. Es missbehagt mir sehr, dass es en vogue geworden ist, stolz zu sein auf Bücher, die man nicht gelesen hat. Reich-Ranicki etwa findet, «A la recherche du temps perdu» von Marcel Proust könne man auf 400 Seiten zusammenstreichen. Auch «Der Mann ohne Eigenschaften» und «Ulysses» heisst es immer wieder, brauche man nicht mehr vollständig zu lesen.

 

Eine Art Entrümpelung des klassischen Kanons...
...mit der ich nicht einverstanden bin. Denn bei den genannten Klassikern handelt es sich um Bücher, die uns etwas mitzuteilen haben und überdies formal sehr riskante Unterfangen waren.

 

Sie schämen sich, Krieg und Frieden nicht  gelesen zu haben?
Ja, weil ich ahne, dass sich darin ein ganzes Bergwerk von Gedanken und von historischen Wahrheiten verbirgt, über die ich nicht Bescheid weiss. Krieg und Frieden kommt mir als dasjenige ungelesene Buch vor, welches ich am Dringendsten hätte lesen müssen.

 

Weil es eine  Säule der russischen Literatur darstellt?
Eine Säule des historischen Romans insgesamt! Und es stammt von einem Verfasser, der zu den Erheblichsten gehört. Wobei ich sagen muss, dass ich von «Anna Karenina» nicht so begeistert war, wie ich es mir gewünscht hätte.

 

Wissen Sie denn, worum es in «Krieg und Frieden» geht?
Um napoleonische Kriege. Ich jedoch habe einen Widerstand gegen Militaria aller Art. Ich mag Uniformen nicht, bin nicht zum Militärdienst gegangen, und ich kann Kriegsbilder nicht ertragen.

 

Das Thema stösst Sie ab?
Es fällt mir schwer, der Darstellung von Krieg Lebenszeit zu widmen, viel schwerer als etwa der Darstellung von Liebe. Insofern werde ich ein weniger geglücktes Buch über die Liebe mit grösserem Appetit lesen, als ein Buch über den Krieg. Bücher, und übrigens auch Filme über den Krieg,  sind oftmals tautologisch. Sie sagen uns, dass Kriege kriegerisch sind.

 

Sie bevorzugen die Gegenwartsliteratur generell?
Es fällt mir zunehmend schwerer, Bücher darum gut zu finden, weil sie innerhalb der Literaturgeschichte eine Bedeutung haben. Mich interessiert das Herstellen von Gegenwart. Ich bin ja leidenschaftlich Zeitgenosse. Und das kann ich, bei einem grossformatig gemalten Schlachtengemälde wie Krieg und Frieden, nicht sein.

 

ENDE LAUFTEXT

 

Ungelesen mit Ruth Schweikert, Schriftstellerin und Moderatorin der Sendung  «52 beste Bücher» auf DRS 2. Von Ruth Schweikert zuletzt erschienen ist der Roman «Ohio» im Ammann Verlag.

 

Welches ist Ihr ungelesenes Buch?
«Lord Jim» von Joseph Conrad.

 

Wie oft haben Sie es nicht gelesen?
Einmal. Ich begann zu lesen und legte es wieder weg. Ich weiss nicht mehr, was dazwischen kam, aber ich fürchte, es hat mich zuwenig gepackt. Dann verschwand es in irgendeiner meiner vielen Reisetaschen.

 

Die Schrift ist ziemlich klein.
Ja, das ist nicht sehr einladend. In dieses klein Gedruckte muss man sich richtig hineinknien. Ein mit grosser Anstrengungen verbundener Akt...

 

...vor dem Sie sich scheuen?
Ja. Abgehalten hat mich aber auch die Kritik, der Autor hätte sich mit diesem Roman übernommen.

 

Aus welchem Grund haben Sie das ungelesene Buch gekauft, oder ist es ein Geschenk?
Nein, nein. Ich habe es selber gekauft, ich wollte dieses Buch. Besser gesagt, ich wollte vor allem etwas von Conrad, ein wunderbarer Schriftsteller, der von vielen Schriftstellern verehrt wird wegen seiner Sprache. Es handelt sich hier um üppige und ausufernde Literatur, nicht um Konfektions- und Massenware.

 

Worum geht es im ungelesenen Buch?
Um den Matrosen Lord Jim, der auf hoher See seine Abenteuer und Prüfungen erlebt. Ich stelle mir eine lange Reise mit vielen Bewährungsproben und Beschwerlichkeiten vor. Es gibt Konflikte, Krankheiten, Meutereien und wilde Tiere.

 

Der Autor beflügelt Ihre Phantasie
Absolut. Conrad ist eine Bezugsgrösse mit einer grossen Aura. Da er als britischer Kapitän selber die Weltmeere befahren hat, ist er mit dem Innenleben eines Seemanns vertraut und kann es sicher treffend beschreiben.

 

Welche Gesellschaft finden Sie im Buch vor?
Eine Männergesellschaft.

 

Welche Dialoge?
Ich glaube, es sind vor allem Monologe.

 

Wie beginnt das Buch?
Lord Jim – ich phantasiere – schifft nach Indien ein. Er hat eine unklare Mission.

 

Wie endet es?
Mit dem Tod Lord Jims.

 

Würden Sie das Buch einem Ihrer vier Kinder empfehlen?
Vielleicht dem Ältesten. Er ist sensibel und intelligent. Als Zwanzigjähriger setzt er sich stark mit seiner Persönlichkeit auseinander. Die Geschichte eines ambitionierten Seemanns könnte ihn packen.

 

Liegt Ihnen Ihr ungelesenes Buch auf dem Magen?
Nein, was ich hingegen hasse, sind die halbgelesenen Bücher, von denen ich auch einige besitze. Mit dem Abbruch der Lektüre tat ich wohl schon manchem Schriftsteller Unrecht. Aber mein Tag hat auch nur 24 Stunden, und schliesslich möchte ich auch noch Zeit haben, selber zu schreiben.


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Ungelesen mit Hanspeter Danuser, Kurdirektor von St. Moritz und Erfinder der Marke «Heidiland». Nebst Literatur gehören Snowboarden, Skaten, Alphorn blasen und Palmen züchten zu seinen Hobbys.


Welches ist Ihr ungelesenes Buch?
«Die Buddenbrooks» von Thomas Mann.

 

Sie meinen «Budenbrooks»? Das «die» lässt man getrost weg.
Sehen Sie, ich bin völlig unwissend.

 

Wie oft haben Sie es schon nicht gelesen?
Fünf mal.

 

Wie kompensieren Sie diesen Mangel?
Indem ich spärlich mit dem Inhalt vertraut bin, mich bei Gelegenheit darauf berufe und so bei Freunden und Gästen intellektuell in Szene setzen kann. Die Gefahr, mich zu blamieren, hält sich in Grenzen, da die meisten das Buch ja auch nicht gelesen haben.

 

Eine Ahnung, worum es im Buch gehen könnte?
Um den Aufstieg und Niedergang einer deutschen Kaufmannsfamilie. Ich stelle mir eine Art Seelengeschichte des deutschen Bürgertums vor. Der Untertitel des Buches «Verfall einer Familie» lässt auf die üblichen Themen schliessen: Geburt, Heirat, Scheidung, Tod.

 

Ist es wohl ein gutes Buch?
Mann, sagt man, sei immer gut.

 

Welche Gesellschaft finden Sie im ungelesenen Buch vor?
Vermögendes Bürger- und Künstlertum, mit dem es laufend bergab geht. Das ist ja das Spannende: der Abstieg der Menschen, nicht ihr Aufstieg.

 

Was wird darin gesprochen?
Deutsch in Perfektion.

 

Gibt es eine persönliche Geschichte, die sie mit dem ungelesenen Buch verbindet?
Als Kurdirektor von St. Moritz erlebe ich den Buddenbrooks-Zyklus laufend aus nächster Nähe,  in all’ seinen Facetten und stelle fest: Auch Menschen mit Besitz und Wohlstand können im Spital, im Irrenhaus oder Gefängnis landen. Die Formen des unaufhaltsamen Verfalls treten in den oberen Gesellschaftsschichten, ja, vor allem dort, in Erscheinung.

 

Was reizt Sie am ungelesenen Buch?
Die Wahl des Namens Buddenbrooks. Er macht das Buch zu einer Marke, gleichsam zu einem Label - unverwechselbar, einmalig, einzigartig wie St. Moritz.

 

Seit wann sind Sie im Besitze des Buches?
Seit rund vierzig Jahren. Mit meinem ersten Dachdeckerlohn kaufte ich bei Ex Libris einen Veloanhänger voll Klassikern, darunter eben Buddenbrooks.

 

Haben Sie und der Autor ähnliche Züge?
Mann war wie ich Workaholic, schmallippig und beschnauzt. Meine Präferenzen liegen allerdings klar und ungeteilt beim weiblichen Geschlecht.

 

Wo lesen Sie?
Im Bett, vor dem Einschlafen, am Comersee in der Hängematte, im Zug, im Stau.

 

Sind Sie Herr darüber, was Sie lesen?
Ja, denn meine Zeit ist knapp.

 

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Ungelesen mit Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph. Sein jüngstes Buch, «Die Erotik der Tapete. Verführung zum Denken» ist im Huber Verlag erschienen.


Welches ist ihr ungelesenes Buch?
«Das Handwerk der Freiheit» von Peter Bieri.

 

Wie oft schon haben Sie es nicht gelesen?
Viermal. Seit es 2001 erschien, jedes Jahr im Sommersemester, wenn ich in meiner Philosophie-Vorlesung über Freiheit rede.

 

Warum haben Sie es nicht gelesen?
Es gibt einen einfältigen Grund (das Buch ist 448 Seiten dick) und einen delikaten: Ich fürchte, Peter Bieri entwickelt den Freiheitsbegriff ähnlich verständlich wie ich – aber besser.

 

Neid auf den Kollegen?
Originalitätsschutz. Könnte sein, dass mich das Buch so sehr überzeugt, dass ich es nachplappern müsste.

 

Sie denken, es ist ein gutes Buch?
Ein hervorragendes Buch, zweifellos. Den Autor kenne ich, von ihm habe manches gelesen, auch Romane, die er unter dem Pseudonym Pascal Mercier publiziert. Der Mann ist blitzgescheit, ungemein kenntnisreich, dabei denkt er – eine Rarität unter Philosophieprofis – wunderbar einfach, in einer Sprache ohne Jargon.

 

Sie würden das Buch zur Lektüre empfehlen?
Unbedingt. Ich empfehle es laufend. Auch meinen Studenten, die sind begeistert davon.

 

Worum geht es denn im Buch?
Um die Entdeckung des eigenen Willens. Also um die traditionell sogenannte Willensfreiheit. Es ist ja gerade Mode, das Vertrauen darauf zu bespötteln, Freiheit als Fiktion zu „entlarven“. Neurobiologen und Hirnforscher behaupten: Wir tun nicht, was wir wollen; wir wollen vielmehr, was wir sowieso tun – und legen uns im Nachhinein kluge Begründungen zurecht, warum wir es haben tun wollen.

 

Und damit räumt der Autor auf?
Dass es Freiheit nicht „gibt“, würde Peter Bieri auch sagen. Sie ist wirklich nur in dem Masse, wie wir etwas für sie tun. Nur wer sich um seine Freiheit existenziell müht, weiss etwas, das die Naturwissenschaft nie kennt: dass ich meist auch anders könnte.

 

Woher wissen Sie das?
Dass Bieri so denkt? Ich habe immerhin Rezensionen gelesen, dazu seine Essays über Freiheit. Und in meinem Seminar tischen mir Studenten allerlei Lesefrüchte aus dem Buch auf, das ich ihnen empfohlen habe.

 

Lesen Sie je ein Buch zu Ende?
Selten. Bei guten Büchern reicht mir täglich eine Seite – dann denkt und fantasiert es in meinem Kopf selbständig weiter. Bei schlechten ein Absatz – dann lege ich es weg.

 

Was heisst «schlecht»?
Dumm, geschwätzig, humorlos, trendig.

 

Und «gut»?
Alles, was mich anregt, verführt, erheitert. Ich lese, um über mein kleines Ich hinaus zu kommen. Für Ich-Kuscheleien gibt es Fernsehen.


Ungelesen mit Emanuel Joseph, Lyriker und Schriftsteller, lebt in  Paris. Von ihm zuletzt erschienen «ça m’a même pas fait mal», éditions Al Dante.

 

Welches ist Ihr ungelesenes Buch?
«La nausée» von Jean-Paul Sartre.

 

Wie oft haben Sie es nicht gelesen?
Tausend mal. Der Nichtkonsum des Buches (dessen Titel übersetzt Der Ekel heisst) bekommt mir nicht. Er löst bei mir einen Brechreiz aus, der wohl nur durch die Lektüre des Buches beseitigt werden könnte.

 

Dann lesen Sie es doch!
Sie haben gut reden. Zuerst ist Ingeborg Bachmann dran.

 

Gibt es einen Helden in Ihrem ungelesenen Buch?
Ja, er heisst Antoine Roquentin, ist ein Einzelgänger und Aussenseiter wie ich. Im Ekel gegenüber sich selbst und der Gesellschaft manifestiert sich seine unmittelbare und radikale Existenzerfahrung.

 

Woher wissen Sie das?
Aus dem Klappentext. Dieser tönt so viel versprechend, dass ich das Buch wirklich eines Tages noch lesen werde. Immerhin legte Sartre im formalen Gewand dieses Romans das Fundament der Existenzialismus-Theorie, die er später philosophisch untermauerte.

 

Welche Beziehung haben Sie zum ungelesenen Buch?
Eine innige, nahezu intime, da ich es immer und immer wieder zur Hand nehmen, weglege und wieder zur Hand nehme. Die Taschenbuchausgabe ist reich an Eselsohren und völlig aus der Form geraten. Ich bin mit diesem ungelesenen Buch physisch vertrauter als mit manchem, das ich gelesen habe.

 

Dann sind Sie mit einigen Stellen des Buches vertraut?
Durchaus. Ich habe sogar einen Satz angestrichen, wo der Held spricht: «Ich bin frei. Ich habe keinen einzigen Grund mehr zu leben, alle, die ich ausprobiert habe, haben versagt, und ich kann mir keine anderen mehr ausdenken.» Ein sensationeller Satz.

 

Warum?
Weil er das Sein als das erkennen lässt, was es ist: absurd.

 

Gibt es Parallelen zwischen dem Autor und Ihnen?
Die Kurzsichtigkeit. Sonst haben wir nichts gemeinsam. Sartre hat den Literaturnobelpreis verweigert. Ich nicht. Ich bewundere Sartre. Er mich nicht. «Tötet Sartre!», skandierte die Rechte. Mich will, soviel ich weiss, niemand umbringen.

 

Wann lesen Sie?
Am häufigsten zwischen vier Uhr nachmittags und acht Uhr abends. Nie im Bett, sondern am Arbeitstisch, stehend, bis ich den Krampf bekomme.

 

Markieren Sie Bücher?
Ich unterstreiche Sätze und Wörter und verunstalte die Seiten oft bis zur Unkenntlichkeit. Darum leihe ich Bücher nicht aus und lehne sie von niemandem aus. Niemand ist befugt, ein Buch ohne meine Erlaubnis aus meiner Bibliothek zu nehmen.

 

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Ungelesen mit Sibylle Berg, Schriftstellerin, Theater- und Hörspielautorin. Sie lebt in Zürich und Tel Aviv. Zuletzt von Berg erschienen ist der Roman «Ende gut» bei Kiepenheuer & Witsch.


Welches ist Ihr ungelesenes Buch?
«Joseph Mengele - der Arzt von Auschwitz» von Ulrich Völklein.

 

Seit wann denken Sie daran, es zu lesen?
Ich denke nicht daran, Bücher zu lesen. Ich lese sie entweder, oder nicht.

 

Warum haben Sie Völkleins Buch nicht gelesen?
Von dieser art Holocaust Lektüre bekommt man ja nicht zwingend eine gute Laune. Gerade jetzt, wo es Monate lang Winter war, und ich Auschwitz im Winter besucht habe. Fett in den Mantel gewickelt und gefroren wie die Sau, und dann in diesen Baracken, sich vorzustellen, 
wie es gewesen sein könnte, in diesen Pyjamas...

 

Belastet Sie das ungelesene Buch?
Mich belastet ganz unter uns, nicht sehr vieles, und schon gleich mal gar nichts , woran ich selber schuld bin. Die Welt wird nicht untergehen, wenn ich meinen Anforderungen nicht genüge.

 

Der Held Ihres Buches?
Ich würde mal ganz schwer vermuten: Joseph Mengele.

 

Haben Sie eine Ahnung, worum es gehen könnte?
Durch Protokolle, Aufzeichnungen, Tagebücher jemanden verstehen, den man absolut nicht verstehen kann und vielleicht auch nicht möchte.

 

Steckt ein Geheimnis hinter dem ungelesenen Buch?
Sie meinen, ob es fliegen kann? Ich glaube nein.

 

Die Hülle des Buches ist nicht sehr reizvoll.
Wunderbar ekliger Einband im widerlichsten Ton der Farbpalette: gelb!

 

Würden Sie das ungelesene Buch Ihrem Freund zum Lesen geben?
Ja, unbedingt, wenn es gut war. Ich  gebe alle guten Bücher weiter, weil ich Bücher nicht aufhebe, wenn  ich sie gelesen habe.

 

Seit wann besitzen Sie es?
Seit einem Jahr.

 

Wo wurde es erworben?
Bei amazon.

 

Haben Sie und der Autor ähnliche Züge?
Herr Völklein hat Geschichte studiert und vermutlich einen Bart. Ich glaube nicht, dass wir uns innerlich oder äusserlich sehr ähnlich sind,  so dass die Menschen sagen würden: Potzblitz, der Völklein, ist das deine Zwillingsschwester?

 

Werden Sie Ihr ungelesenes Buch einmal lesen?
Sicher, wenn alles gut geht, hab ich ja noch 40 Jahre.

 

Sind Sie reich an ungelesenen Bücher?
Nicht sehr. Romane, die ich nach einem halben Jahr immer noch nicht gelesen habe, fliegen auf den Müll oder werden verschenkt.

 

Ist Ihnen lesen immer bekommen?
Es war ein wenig fraglich, ob mir die Lektüre von Edgar Allan Poe mit  sechs Jahren wirklich bekam. Ich hatte danach noch lange Zeit schlechte Träume und Angstzustände. Wenn Autoren, die ich sehr mag, ein Buch versemmeln, bekommt mir das auch nicht so gut, denn  die Autoren gehören wie zu meiner Familie, und da hat man’s ja auch nicht gerne, wenn ein Mitglied negativ auffällt.